Warum Konvergenz kritisch für den Erfolg des industriellen IoT ist

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Freitag, 22. Mai 2020

Das Thema „Jede Branche und jede Firma ist ein digitales Unternehmen“ ist eine wiederkehrende Gemeinsamkeit vieler technischer Fachveranstaltungen oder Schlagzeilen aus Forschung und Marketing. Alle Unternehmen sollten wissen, dass es heißt, sich zu vernetzen oder unterzugehen. Mit immer intelligenter werdenden Analysewerkzeugen, die mit der smarten Werks- oder Produktionsumgebung interagieren, müssen die Führungskräfte Konvergenz planen, um mit der sich verändernden Gesamtsituation umgehen zu können.

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Das industrielle Internet der Dinge beruht jetzt schon auf mehr als einem Jahrzehnt Forschung und Investitionen in Industrie 4.0-Technologien. All dies kommt zum Tragen, wenn der Zugang zu KI-gestützter Analytik, 5G-Netzwerken sowie intelligenten Geräten, Robotern und industrieller Automatisierung zur Unternehmensnorm wird.

Die Kombination all dieser Technologien ist wichtig für den zukünftigen Erfolg, dennoch stellt diese Entwicklung für viele etablierte Unternehmen eine Herausforderung dar. Dort regieren in der Produktion oft Führungskräfte, die nicht mögen, dass IT die Kontrolle über ihre Dienste übernimmt, während IT-Abteilungen sich oft dagegen wehren, dass ihnen Geräte und Dienste von OT-Teams untergeschoben werden.

Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit wird entscheidend für ein harmonisches und effizientes Geschäft, und in dem Maße, in dem das IIoT auch die kleineren Unternehmen erfasst, wird dies zu einem Problem für jede Art von Produktionsbetrieb.

Die Bedeutung der IIoT-Konvergenz

In allen Unternehmen werden die IT- und OT-Funktionen im Laufe der Zeit zu einer einzigen Einheit verschmelzen. Eine, die in der Lage ist, Echtzeitberichte und Analysen zu liefern sowie eine autonome Produktion mit weitgehend automatisierten Management-Tools zu ermöglichen.

In einem echten IIoT-Umfeld wird eine intelligente Lieferkette die kosteneffizientesten oder verfügbarsten Quellen für Materialien oder Teile auftun. Die Produktionslinie kann dann schneller an neue oder verbesserte Komponenten angepasst werden, sobald diese verfügbar werden. Und wenn sich die Nachfrage ändert, kann die Fertigung schnell einem Produkt oder einer Variante (Größe, Farbe, Typ oder Qualität) gegenüber anderen den Vorrang geben.

Ein Unternehmen derart zu rationalisieren, dass es so arbeiten kann, klingt nach einer Herausforderung und erfordert eine Ausweitung der Rollen oder ein Denken von der Spitze der Organisation nach unten. Die Barrieren zwischen IT und OT müssen abgebaut werden, parallel dazu, dass auch viele leitende Funktionen im Umbruch stehen. Beispielsweise sind die meisten CIO für weit mehr als die traditionelle Sammlung von Servern und Routern zuständig.

Ähnlich müssen Betriebsleiter immer mehr mit der Lieferkette und der technologischen Seite von Fabrik- oder Produktionsmaschinen vertraut sein, da das IIoT zum Funktionieren einen integrierten Ansatz erfordert.

Führungskräfte müssen konvergenzfokussierte Geschäftskenntnisse und -fähigkeiten entwickeln oder rekrutieren, um das Unternehmen bei der Entwicklung eines gemeinsamen Ansatzes zu unterstützen. Auch wenn die Dringlichkeit vom Markt und Einsatzgebiet abhängen mag, handelt es sich hierbei um Technologien, die ohne Verzug studiert werden müssen.

Optimierung der IIoT-Konvergenz

Unternehmen sollten ihre bestehenden Fertigungsprozesse neu bewerten, und prüfen, ob ihre Fabriken oder Anlagen für das IIoT bereit sind. Zu Beginn werden es Versuche und Pilotprojekte sein, die ihnen helfen, ihre Prozesse zu verbessern, IIoT-Plattformen zu stärken, und weitere Technologien zu übernehmen, sobald sie in ihre Roadmap passen.

Sondieren Sie als Teil der Roadmap Ihre Wettbewerber und die Marktlandschaft auf Implementierungen und Beispiele, wo andere Hersteller IIoT- und intelligente Fertigungslösungen einsetzen, die über typische Anwendungsfälle der Datenerfassung und -analyse hinausgehen, um zu ersehen, was führende und zukünftige intelligente Fabriken erreichen können.

Fallstudie Daimler/Mercedes Benz

Ein führendes Beispiel ist Daimler/Mercedes Benz, das bereits Anlagen entwickelt, die modernste IIoT-Technologie nutzen, um Digitalisierung, Robotik und künstliche Intelligenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu integrieren. Dort hilft die „Aktive Forschungsumgebung für die nächste Automobilgeneration“ (ARENA2036) bei der Beschreibung der physischen und digitalen Prozesse, die zunehmend miteinander verflochten sind, wozu auch die Vernetzung mit den Kunden gehört.

„Ihre Bedürfnisse und Forderungen sind und bleiben die Richtschnur für die gesamte Arbeit des Unternehmens“. – Mercedes

 

In die Zukunft mit dem IIoT

Unternehmen aller Märkte werden ähnliche Ziele oder Prinzipien benötigen, um ihre Entscheidungsfindung und Geschäftsumwandlung voranzutreiben. Glücklicherweise gibt es eine Fülle von Berichten und Beweisen, die einen maßgeschneiderten Weg zum Erfolg leichter machen. Auf höchster Ebene sollten die Unternehmen Flexibilität und Schnelligkeit anstreben, um die Effizienz zu steigern, während sie die Daten zur Entscheidungsfindung nutzen, um diese Effizienz weiter zu optimieren.

Unterhalb der hohen Ebene müssen Unternehmensführer Entscheidungen treffen, die auf dem Anschluss sämtlicher Maschinen, Produktionswerkzeuge, Geräte und Mitarbeiter an ein IIoT beruhen. Dies wird dem Unternehmen helfen, leistungsstarke Fähigkeiten zu entwickeln, die die Ergebnisse verbessern und die weitere digitale Transformation vorantreiben.

In der Fabrik oder in der Produktion erfordert dieser Ansatz Geräte, die über genügend Schnelligkeit und Bandbreite verfügen, um Echtzeit-Informationen liefern zu können. 5G-Netzwerke sind jetzt in der Lage, die Bandbreite für Tausende von Datenquellen bereitzustellen. EDGE-Computing-Dienste können den Massendatenfluss bis hinunter zu den für die Echtzeit-Berichterstattung erforderlichen Analysen kuratieren, während fortschrittliche autonome oder verwaltete Geräte flexibel auf Nachfrage und sich ändernde Umstände reagieren.

Das IIoT ist bereits Wirklichkeit und verändert die Funktionsweise der Unternehmen. Das Auftragsfertigungswerk für Solarpaneele von Schneider in Indonesien ist ein Beispiel dafür, wie Kunden mehr Kontrolle über die Produktion haben, während die Ausrüstung als Dienstleistung verändern wird, wie Fabriken gebaut, verwaltet und bezahlt werden. 

All diese Technologien und die damit verbundenen Geschäftspraktiken eröffnen den Herstellern enorme Möglichkeiten, aber ihre Führungskräfte müssen jetzt handeln und ihre Prozesse und ihr Denken rationalisieren, um sich für das IIoT-Zeitalter bereit zu machen.

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