Sollten Unternehmen physische Server oder virtuelle Maschinen verwenden?

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Dienstag, 18. Mai 2021

Sowohl virtuelle als auch physische Server haben ihre Vor- und Nachteile und bieten eine Reihe von Vorteilen für Unternehmen. Aber wie bekommen Sie heraus, welcher für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist?

Artikel 6 Minuten
Sollten Unternehmen physische Server oder virtuelle Maschinen verwenden?
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Jedes Unternehmen benötigt einen sicheren und zuverlässigen Server, mit dem die Bedürfnisse und Anforderungen seines Tagesgeschäfts erfüllt werden können. Der Zugriff auf adäquaten Speicher und die Verarbeitung von Daten und Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit stellen sicher, dass die Arbeit reibungslos abläuft und Sie ganz nach Bedarf auf alles zugreifen können.

Darüber hinaus muss der Server kosteneffektiv sein und eine erschwingliche Lösung bieten, die nicht auf Kosten von Sicherheit und Funktion geht. In vielen Fällen muss ein Server auch bestimmte Vorschriften einhalten, die bei der Auswahl der bestmöglichen Option berücksichtigt werden müssen.

Während bis vor kurzem physische Server weitgehend als die sicherste Lösung galten, hat der Fortschritt des Cloud-Computing dazu geführt, dass Unternehmen nach alternativen Lösungen suchen. Das bedeutet, dass Unternehmen abwägen müssen, welche Option für sie am besten geeignet ist, indem sie die Vor- und Nachteile von physischen und virtuellen Systemen beurteilen. Hier einige der Vor- und Nachteile beider Optionen.

Vor- und Nachteile der physischen Server

Einer der größten Vorteile von physischen - oder dedizierten Servern - ist der vollständige Zugriff auf alle dedizierten Server-Ressourcen, so dass Sie keine langsame Verarbeitung zu Spitzenzeiten erleben werden. Wie Tech Wire News betont, ist dies ideal für Unternehmen mit erheblichem Datenverkehr, da das dedizierte Hosting absolut zuverlässig und effizient ist.

Dabei gibt es zudem keine externen Unterbrechungen, da der Server zum Unternehmen gehört. So können Sie Ressourcen bestimmten Aufgaben zuweisen, um den Bedarf zu decken, und sicherstellen, dass alles viel reibungsloser abläuft. Das ist nicht nur ideal, um Websites schnell und aktuell zu halten, auch die interne Kommunikation wird schneller laufen.

Doch können physische Server viel Platz beanspruchen, vor allem wenn Sie einen leistungsstarken benötigen. Sie müssen entweder vor Ort untergebracht werden, was viel Platz in Anspruch nehmen kann, oder in einem Rechenzentrum. Das bedeutet nicht nur, dass Sie ihren Aufstellungsort instand halten müssen, sondern auch, dass Sie sich selbst um alle Reparaturen und Wartungen kümmern müssen, was zu Problemen führen kann, wenn einmal etwas schief gehen sollte.

Wenn man die Kosten für Administration, Management, Prozesse und den eigentlichen Server selbst zusammenzählt, kommen physische Server ziemlich teuer. Betrieb und Wartung physischer Server erhöhen die monatlichen Ausgaben des Unternehmens, insbesondere wenn sie im Laufe der Zeit aufgerüstet werden müssen.

Vor- und Nachteile der virtuellen Server

Ein virtueller Server unterscheidet sich von dedizierten Servern dadurch, dass mehrere Server für ein Gerät dienen können. Dies bedeutet, dass Sie keine physische Serverausrüstung vor Ort haben müssen, da sich Ihr virtueller Server in einem Rechenzentrum befindet, auf das Sie über Cloud Computing zugreifen.

Laut TechGenix können mit virtuellen Servern sogar mehrere Betriebssysteme (OS) gleichzeitig ausgeführt werden, was zu einer effizienteren Nutzung Ihrer Geräte führt und bedeutet, dass Sie nicht für jedes OS ein anderes Serversystem verwenden müssen. Einer der größten Vorteile ist jedoch der niedrigere Preis, da der Betrieb virtueller Server wesentlich günstiger ist, was sowohl für KMUs als auch für größere Firmen ideal ist.

Allerdings können die Vorlaufkosten viel höher sein, wenn Sie Server kaufen, die eine Virtualisierung ermöglichen, anstatt ein Rechenzentrum zu nutzen, was bedeutet, dass die Amortisationszeit erheblich länger wird. Wenn Sie außerdem die Kosten für die Schulung der IT-Abteilung für die Einrichtung und den Betrieb eines virtuellen Servers berücksichtigen, kann dies zu Beginn wie eine teure Investition aussehen.

Ein für viele Unternehmen unglaublich nützlicher Aspekt von virtuellen Servern ist die Tatsache, dass damit viele Vorgänge automatisiert werden können. Damit kann Ihre IT-Abteilung die verfügbare Automatisierung nutzen, um mehr geregelte Vorgänge zu erstellen und den Mitarbeitern Zeit zu sparen. Damit werden außerdem Reparaturen wesentlich einfacher, da jede Unterbrechung eines automatischen Vorgangs aufgrund eines Fehlers einen Warnhinweis erzeugt.

Der vielleicht größte Vorteil von virtuellen Servern ist jedoch, dass Backup und Wiederherstellung viel einfacher sind als bei physischen Servern. Sollte einmal ein Server ausfallen, weicht das System auf eine andere Maschine aus. Darüber hinaus bedeutet die eingesetzte Virtualisierungssoftware, dass die Chance auf eine schnelle und einfache Wiederherstellung größer ist, insbesondere im Vergleich zu physischen Servern. Darüber hinaus erhöht ausgeklügelte Virtualisierungssoftware die Chance auf eine schnelle und einfache Wiederherstellung, insbesondere im Vergleich zu physischen Servern.

Während der Prozess der Umstellung von einem dedizierten physischen Server auf einen virtuellen Server zeitaufwändig sein kann, da die IT-Abteilungen in der optimalen Nutzung der neuen Umgebung geschult werden müssen, bieten virtuelle Server, sobald sie vollständig eingerichtet sind, eine Menge Vorteile.

Physisch oder virtuell: Was ist am besten für Sie?

Die Entscheidung zwischen einem physischen und einem virtuellen Server ist nicht immer einfach, denn da gibt es keine pauschale Antwort. Die Entscheidung für die beste dieser Optionen hängt von zahlreichen Faktoren ab, und was für ein Unternehmen funktioniert, ist nicht unbedingt für ein anderes geeignet.

Die entscheidende Frage wird sein, wie Sie die Plattform nutzen wollen. Wenn Ihre Anforderungen beispielsweise ziemlich konstant sind und Ihre Ressourcenlast vorhersehbar ist, sind physische Server wahrscheinlich die beste Option. Damit können Ihre IT-Leute genau planen, was sie benötigen, und die richtige Menge an Ressourcen bereitstellen, ohne sich Gedanken über Probleme wie Skalierbarkeit zu machen.

Andererseits bieten virtuelle Server wahrscheinlich größere Vorteile für Unternehmen, bei denen Flexibilität eine höhere Priorität hat, sowie für solche mit einer großen Anzahl von Benutzern oder Diensten und häufigen Änderungen. Webserver sind zum Beispiel oft besser zur Virtualisierung geeignet.

Die Unternehmen sollten auch die potenziellen Kosten der einzelnen Dienste berücksichtigen. Physikalische Server sind beispielsweise weniger kosteneffizient, wenn davon auszugehen ist, dass Sie nicht in der Lage sein werden, 100 % der Ressourcen der physischen Hardware zu nutzen, obwohl dafür die kompletten laufenden Verwaltungskosten anfallen. Virtuelle Server mögen auf lange Sicht billiger ausfallen, aber sie können teuer und zeitaufwändig in der Einrichtung sein.

Eine dritte Möglichkeit: Container

Für viele Unternehmen ist die Entscheidung jedoch nicht die Wahl zwischen einer physischen oder virtuellen Serverumgebung, da es noch andere Optionen gibt. Vielleicht kann die beste Lösung ein Container sein, der für bestimmte Szenarien eine Reihe von Vorteilen bietet.

Diese Lösung wird manchmal als eine Untermenge virtualisierter Umgebungen betrachtet, aber da gibt es einige wichtige Unterschiede. Während eine virtuelle Maschine (VM) ein komplettes, dezentral gehostetes Computersystem darstellt, werden mehrere Container auf Betriebssystemebene (OS) virtualisiert.

Das bedeutet, dass mehrere Container mit einem einzigen Betriebssystem verwaltet werden können, im Gegensatz zu VMs, die jeweils ihr eigenes benötigen. Dadurch sind Container viel schlanker - da sie sich den Betriebssystemkern teilen, können sie viel schneller starten und benötigen dazu nur einen Bruchteil der für eine VM nötigen Speicherressourcen.

Weitere Vorteile von Containern sind geringere Kosten, u. a. durch diesen geringeren Ressourcenverbrauch, größere Flexibilität und die Möglichkeit, komplett isolierte Umgebungen innerhalb eines Systems zu schaffen.

Container eignen sich daher besonders gut für Anwendungen, bei denen Unternehmen Sandbox-Umgebungen benötigen oder eine Anwendung schnell zum Laufen bringen müssen. Während VMs für groß angelegte Implementierungen vielleicht immer noch besser geeignet sind, sind Container eine flexible, skalierbare Alternative für Microservices-Plattformen, die hohe Agilität erfordern.

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