Cloud-Backup: Datenalptraum oder lang ersehnte ideale Notfallwiederherstellung?

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Donnerstag, 30. August 2018

Ist Cloud-Backup die beste Option für Ihr Unternehmen, oder könnte es eher ein Hindernis als eine Hilfe sein? Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was Sie bekommen, indem Sie sich mit diesen Vor- und Nachteilen vertraut machen.

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Für Unerwartetes zu planen ist sicher nicht die spannendste Aufgabe, gilt aber seit den letzten Jahren als unverzichtbare Aufgabe der IT-Abteilung, da immer mehr Unternehmen digital abhängig geworden sind. Bei so vielen Betriebsabläufen, die auf IT-Anwendungen und digitale Daten angewiesen sind, können bereits wenige Minuten Ausfallzeit katastrophale Auswirkungen auf den Betrieb eines Unternehmens haben, und je länger diese dauert, desto wahrscheinlicher wird sie zu einem geschäftsbedrohenden Problem.

Niemand kann vorhersagen, was in der Zukunft passieren wird. Vielleicht wird Ihr Rechenzentrum Opfer einer Flut oder eines Brandes. Oder ein Hauptserver erleidet einen kritischen Hardwareausfall. Oder vielleicht macht ein Systemingenieur einen Eingabefehler, der eine ganze Datenbank löscht. Egal was Sie jetzt denken, so was kommt vor. Deshalb ist ein solider Backup- und Disaster-Recovery-Plan so unerlässlich.

Steigende Nachfrage nach Cloud-Diensten

Unternehmen haben in diesem Bereich jetzt mehr Möglichkeiten denn je. Und da die Unternehmen immer mehr Daten erzeugen, sind traditionelle Methoden wie die Magnetbandsicherungen zunehmend unpraktisch geworden. Daher wenden sich immer mehr Unternehmen dem Cloud-Backup und „Disaster Recovery-as-a-Service (DRaaS)“ zu.

Eine vor ein paar Jahren von ITProPortal durchgeführte Studie ergab, dass fast neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) den verstärkten Einsatz von Cloud-basierten Backup- und Recovery-Tools planen, während 75 Prozent die Fähigkeit der Cloud schätzen, Offsite-Backups und eine stärkere Geschäftskontinuität anzubieten.

Aber ist das wirklich die magische Lösung, für die viele Unternehmen sie halten? Während Cloud-Backups sicherlich einige bedeutende Vorteile haben, könnten Sie, wenn Sie nicht aufpassen, mit Ihrem Unternehmen inmitten eines Backup-Albtraums wach werden, und dies genau dann, wenn Sie es am wenigsten brauchen können.

Die Vorteile von Cloud-Backups

Für viele Unternehmen ist die Effizienz der Technologie eines der wichtigsten Argumente für die Einführung einer Cloud-basierten Backup- und Disaster Recovery-Lösung. Sie ist schnell eingerichtet und ermöglicht es den IT-Profis, genau auszuwählen, welche Teile ihrer Systemlandschaft sie wie oft sichern möchten.

Wie bei anderen Cloud-Services ist auch bei diesen Diensten die Skalierbarkeit ein wesentlicher Vorteil. Die Möglichkeit, die Ressourcen von Drittanbietern zu nutzen, bedeutet, dass sich das Unternehmen keine Sorgen machen muss, dass seine eigene Backup-Lösung einmal nicht mehr ausreicht, da es dann ganz einfach mehr Ressourcen von außen in Anspruch nehmen kann.

Ein weiterer Vorteil der Cloud ist, dass die IT-Abteilungen sich damit nicht so intensiv mit allen Details auskennen müssen, wie wenn sie ihre eigene Lösung basteln. Cloud Computing-Anbieter stellen nicht nur sicher, dass ihre Technologien zur Sicherung und Speicherung der Daten immer auf dem neuesten Stand sind, sondern bieten auch ein Höchstmaß an Sicherheit und Verschlüsselung, um die Daten sicher zu halten und zu gewährleisten, dass die Compliance-Anforderungen erfüllt werden.

Während einige Fachleute natürlich skeptisch gegenüber der Sicherheit der Abgabe der Kontrolle über ihre Daten an externe Provider sind, sind sich die Cloud-Anbieter dieser Bedenken bewusst, und ihr Geschäft hängt davon ab, das Vertrauen der Benutzer zu gewinnen, weshalb sie große Anstrengungen unternehmen, um ihre Kunden zu beruhigen.

Aber Sie müssen auch die Nachteile kennen

Auf der anderen Seite der Medaille gibt es ein paar potenzielle Nachteile bei Cloud-Backups, die Unternehmen beachten müssen. Ein Risiko von DRaaS-Lösungen ist beispielsweise, was passiert, wenn Sie die Beziehung zu einem Provider beenden wollen. oder wenn dieser unerwartet schlapp macht.

Wenn Sie die Bedingungen Ihrer Vereinbarung nicht sorgfältig studiert haben, können Sie es als einen komplexen Prozess empfinden, sicherzustellen, dass alle Ihre Daten erfolgreich extrahiert werden. So könnte ein Anbieter Ihre Daten z.B. in einem proprietären Format speichern, das es schwierig macht, sie leicht an ein anderes Unternehmen weiterzugeben.

Während es in der Regel keine Einschränkungen bei der Datenmenge gibt, die Sie über Cloud-Provider sichern können, kann es durchaus Einschränkungen geben, wie schnell und effizient dies tatsächlich möglich ist. Das Hochladen großer Mengen Backup-Daten in die Cloud erfordert erhebliche Bandbreite, was selbst bei einer schnellen Verbindung eine praktische Begrenzung der Datenmenge bedeutet, die Sie täglich sichern können, was wiederum bedeuten kann, dass Sie bestimmte Daten priorisieren und die Uploads auf Zeiten beschränken müssen, in denen sie keine anderen Online-Aktivitäten stören.

Ein weiterer möglicher Fallstrick kann sein, wie schnell Sie Ihre Daten tatsächlich zurückbekommen, wenn einmal etwas schiefgehen sollte. In Notsituationen können die Einschränkungen der Abtretung der Kontrolle an Dritte schnell deutlich werden - insbesondere wenn Sie sich per E-Mail oder Online-Chat mit einem Mitarbeiter des Providers herumschlagen müssen, der möglicherweise ihre dringenden und konkreten Bedürfnisse in diesem Moment nicht wirklich versteht. Um diese Risiken zu minimieren, sollten Sie einen Provider wählen, der eine starke Service Level-Vereinbarung mit klaren Leistungsgarantien anbietet.

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