So führen Sie schwierige Gespräche am Arbeitsplatz

So führen Sie schwierige Gespräche am Arbeitsplatz

Im Rahmen der Leitung Ihres eigenen Unternehmens lassen sich schwierige Gespräche mit Mitarbeitern oftmals nicht vermeiden. Wie können Sie diese führen, ohne Ihre Beziehungen zu gefährden?

Die Führung eines eigenen Unternehmens ist eine Herausforderung, erfordert jedoch auch sehr viel Fingerspitzengefühl, wenn unangenehme Gespräche zu führen sind. Sei es die Disziplinierung von Mitarbeitern, die Verkündung schlechter Nachrichten oder die abschlägige Antwort auf eine sehnlichst erwartete Beförderung – schwierige Gespräche gehören zum Geschäft.

Aber wie können Sie die Botschaft vermitteln, ohne alle Brücken hinter sich abzubrechen?

Wählen Sie den richtigen Ort

Stellen Sie die sorgfältige Auswahl des Rahmens für Ihr Gespräch sicher. Es sollte an einem angemessen privaten Ort außerhalb der Hörweite anderer stattfinden. Durch die öffentliche Verkündung von Mitarbeiterproblemen machen Sie sich nicht beliebt, egal wie ungezwungen Sie die Unterhaltung gestalten möchten. Bedenken Sie auch, ob der gewählte Ort nicht zu abgeschottet ist bzw. ob, je nach Art des zu führenden Gesprächs, noch jemand anderes dem Gespräch beiwohnen sollte.

Bereiten Sie sich vor

Um unangenehme Gesprächspausen oder Geflüster zu vermeiden, sollten Sie gut vorbereitet in die Besprechung gehen. Planen Sie das Hauptanliegen des Gesprächs und das gewünschte Ergebnis. Natürlich müssen Sie nicht stur an Ihrer Checkliste kleben, aber sie gewährleistet, dass Sie wirklich alle erforderlichen Punkte ansprechen, ohne dabei vom Thema abzukommen.

Lassen Sie Zeit für Fragen

Bei jedem schwierigen Gespräch sollte der Einzelne wenigsten an einem Zeitpunkt die Möglichkeit haben, eventuelle Fragen zu stellen. Auf diese Weise verstehen Sie besser, wie Ihr Gesprächspartner über die Situation denkt, und geben ihm die Möglichkeit, zu antworten und die Neuigkeit zu verarbeiten. Wenn er keine Fragen hat, können Sie ihm direkte Fragen stellen, wie etwa „Wie geht es Ihnen?“ oder „Was denken Sie darüber?". Mitarbeiter verschließen sich oft vor schlechten Nachrichten, sodass Sie auf diese Weise verstehen können, wie sie auf das Gespräch reagieren.

Reden Sie Klartext

Es ist wichtig, dass Sie sich klar und eindeutig ausdrücken. Versuchen Sie nicht, die Botschaft durch die Verwendung von Euphemismen und Metaphern abzumildern. Das kann leicht zu Verwirrung führen und die Situation sogar noch verschlimmern. Stellen Sie sicher, alle eventuell missverständlichen oder unklaren Begriffe zu erklären, und beobachten Sie Ihr Gegenüber genau, um zu sehen, ob die Botschaft verstanden wurde.

Vermeiden Sie Anschuldigungen

Auch wenn Sie bereits wissen, wie das Gespräch ausgehen wird, sollten es dazu nutzen, um den Standpunkt Ihres Gegenübers zu erfahren. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesprächston so offen und verständnisvoll wie möglich bleibt, auch wenn es sich um ein Disziplinierungsgespräch handelt. Ihr Gesprächspartner wird sich dadurch weniger in die Defensive gedrängt fühlen und Ihnen gegenüber ehrlicher sein.

Langjährige Arbeitsbeziehungen

Mit dieser Methode können Sie schwierige Mitarbeitergespräche leichter führen und dabei gleichzeitig ihre langjährigen Arbeitsbeziehungen schützen. Bedenken Sie jedoch auch, dass ungelöste Probleme mit einzelnen Mitarbeitern Ihre Beziehung zum restlichen Unternehmen gefährden könnten.

Unabhängig davon, ob es sich um disziplinarische Maßnahmen handelt oder nicht, sollten Sie in Ihrer Vorgehensweise konsistent sein und Probleme direkt angehen. Andernfalls riskieren Sie, durch das Ausweichen vor Problemen mit Einzelnen den Respekt der anderen Mitarbeiter zu verlieren.

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