virtualisation

Virtualisierung verständlich erklärt

Da sich die Virtualisierung zunehmender Beliebtheit erfreut, kommen wir zum Kern der Sache zurück und erklären einige, häufig missverstandene Begriffe.

Der Begriff ist derart mit Fachsprache verknüpft, dass selbst ein fanatischer Tech-Experte zusammenzuckt. Lassen Sie uns einmal Licht ins Dunkel bringen und die Technologie erklären, die dem Budget zuträglich ist und gleichzeitig mehr Platz schafft, im reellen und virtuellen Sinne.

Lesen Sie weiter, um herauszufinden:

  • was Virtualisierung bedeutet
  • wofür Virtualisierung verwendet wird
  • welche Vorteile Virtualisierung bietet
  • ein Wegweiser durch den Begriffsdschungel

Was ist Virtualisierung?

Obwohl sich der Begriff auf eine Reihe von unterschiedlichen Technologien bezieht, ist Virtualisierung grundsätzlich die „Fähigkeit, dass mehrere Betriebssysteme und Applikationen auf einer einzigen physischen Hardware laufen.“

Viele Unternehmen haben große Serversysteme vor Ort, die alle Unmengen an Energie verschlingen und Wärme abgeben, die abgeführt werden muss. Dann noch die Unterbringung und Sicherheit und die Kosten schießen in die Höhe.

Darüber hinaus wird die Rechenleistung von Servern oftmals auf mehrere Anwendungen verteilt, was dazu geführt hat, dass ein Server einer Anwendung zugeordnet ist. Das wiederum verursacht betriebliche Probleme, da es sehr schwer ist, die Anzahl der Maschinen beizubehalten bzw. zu erhöhen.

Diese Herausforderung führte zu einer innovativen Lösung: Software, die sich wie Hardware verhält, auch bekannt als Virtualisierung.

Was macht Virtualisierung?

Die meisten sind mit den Begriffen Software und Hardware vertraut und Virtualisierung existiert zwischen beiden. Ein Virtualisierungsprodukt wie Hypervisor verwendet Software zur Nachbildung von Hardware.

Wenn Sie neue Software auf einem Hardwarestack laufen lassen, um virtuelle Maschinen zu schaffen, dann spart das Platz, Geld (da keine neue Hardware gekauft werden muss) und Energie, weil die Betriebsleistung erhöht wird, während Hardware, die gekühlt werden muss, konstant bleibt.

In der Praxis wechseln viele Unternehmen zu virtuellen Servern, ein Prozess, der „Software verwendet, um jede physische Maschine in mehrere virtuelle Maschinen (VMs) zu unterteilen.“ Diese virtuellen Maschinen, von denen es oft mehrere gibt, heißen Gast, während die einzelne physische Maschine, auf der sie laufen, als Host bezeichnet wird.

Die Gast-VMs teilen sich dieselbe Festplatte, CPU, Videokarte sowie denselben Speicher, was eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

Es gibt hauptsächlich zwei Lösungen für Hypervisor-Software, Hyper-V und VMware, obwohl es noch andere Produkte gibt, beispielsweise Citrix XenServer.

Vorteile der Virtualisierung

Streamlining

Wenn mehrere Anwendungen laufen, braucht man dafür nicht viel Rechenleistung. Wenn diese Anwendungen also jeweils auf einer einzelnen virtuellen Maschine laufen können, dann können viele Anwendungen auf einem Server laufen.

Diese Konfiguration kürzt das bisherige Ziel ab, einen Server einer Anwendung zuzuordnen, da virtuelle Maschinen einbezogen werden. Das umfassendere Bild sieht die Anzahl der physischen Server auf ein Minimum beschränkt, was wiederum die Energiekosten niedrig hält und die Effektivität erhöht.

Green IT

Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs trägt die Virtualisierung zur Verbesserung der ziemlich schlechten CO2-Bilanz der IT-Welt bei. Weniger Server bedeutet weniger IT-Abfall, der zu gegebener Zeit entsorgt werden muss, sowie ein geringerer Energiebedarf, um Speichereinheiten zu kühlen.

Vereinfachte Tests

Oftmals zögern Entwickler mit dem Testen von neuen Applikationen auf neuen Maschinen aus Angst, dass die Applikationen den reibungslosen Betrieb der Maschine unterbrechen. Statt Testzyklen auf neuen Servereinheiten durchzuführen, können Entwickler die Virtualisierung als eine sicherere Option nutzen.

Anpassbarkeit

Virtualisierung ermöglicht Ihnen auch, eine Applikation auf „identischen virtuellen Servern auf zwei verschiedenen physischen Servern zu betreiben.“ Applikationen können daher weiterlaufen, wenn ein Problem am ersten Server auftritt. Sollten schädliche Dateien eine virtuelle Maschine infizieren, dann kann diese leicht abgeschaltet werden, damit Viren sich nicht auf andere Anwendungen ausbreiten können.

Teleportation

Die Teleportation bzw. Migration beschreibt den Prozess des Hin- und Herschiebens virtueller Instanzen zwischen physischen Hosts mit minimaler bzw. ohne Unterbrechung des bereitgestellten Service.

Durch die Befreiung der Server von Host-Hardware lassen sich Aktualisierungen einfacher umsetzen oder Wartungskontrollen in einem Bereich der physischen Umgebung durchführen, während Anwendungen in einem anderen weiterlaufen. 

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass virtuelle Maschinen an geografisch weit entfernte Klienten oder Mitarbeiter gesendet werden können.

Virtualisierung verständlich erklärt

Jedes Tech-Phänomen schmückt sich mit Begriffen und Virtualisierung bildet da keine Ausnahme. Nachfolgend finden Sie ein kurzes Glossar mit wichtigen Begriffen, die Ihnen die Feinheiten dieser fortschrittlichen Entwicklung bei der Server-Software erläutern.

Virtualisierung: die Schaffung eines virtuellen Prozesses, um etwas zu erreichen. In diesem Zusammenhang bezieht sie sich auf die Schaffung softwarebezogener virtueller Maschinen (VMs), die mehrere Betriebssysteme von einem physischen Server aus unterstützen können.

Host-Maschine: Der eine physische Server, der eine oder mehrere virtuelle Maschinen unterstützt.

Hypervisor: Diese Software, die auch als Virtual Machine Monitor bezeichnet wird, vermittelt zwischen virtuellen Maschinen und Host-Hardware.

Virtuelle Maschine: Wie der Name schon sagt, existiert diese „Maschine“ nur als Software-Nachbildung einer realen Maschine. Sie existiert physisch nicht. Andererseits teilt sie die Ressourcen der realen Hosting-Maschine.  

VM-Cluster: Dabei handelt es sich um eine Gruppe von VM-Hosts, die als ein großer Host funktionieren. Wenn ein Host entfernt wird, laufen alle VMs, die auf diesem Host gelaufen sind, auf anderen Hosts weiter.

VMware-Snapshot: Eine Kopie der auf Festplatte gespeicherten Datei einer virtuellen Maschine (VMDK). Ein Snapshot ist ein Änderungsprotokoll der virtuellen Festplatte und kann verwendet werden, um bei der Sicherung einer virtuellen Maschine behilflich zu sein, sollte es zu einer Fehlfunktion kommen.

Schlussfolgerung

Datenzentren sind dafür bekannt, Administratoren mit der Anzahl der aufgeworfenen Probleme auf Trab zu halten, aber VMs bieten hier eine leistungsstarke Lösung. Schon ein paar Virtualisierungselemente bringen Vorteile, die unterstreichen, warum diese Weiterentwicklungen eine Wende in der IT darstellen, ohne virtualisierte Technologie voll integrieren zu müssen.

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