Ist Bitcoin tot oder nur im Untergrund?

Ist Bitcoin tot oder nur im Untergrund?

Die meisten Leute haben von Bitcoin gehört, aber nur wenige verstehen das System und noch weniger haben es benutzt – wie sieht die Zukunft von Kryptowährung aus?

Der Ökonom Paul Krugman beschrieb Bitcoin in einem Artikel in der New York Times als „böse“ und sagte, der Wert sei nicht haltbar, während Jeffrey Robinson es mit einem manipulierten Rouletterad verglich. Aber selbst er musste zugeben, dass die Blockchain-Technologie, die hinter Bitcoin steckt, die Welt verändern könnte.

Der Preis von Bitcoin

Die digitale Währung hat auf jeden Fall unsichere Zeiten hinter sich. In 2013 erreichte sie ihre höchste Notierung von etwa 1.000 USD, bevor sie nur ein paar Monate später auf 770 USD für ein Bitcoin abstürzte. Im Oktober 2014 war der Kurs auf weniger als 300 USD gesunken, aber inzwischen ist er auf mehr als 2.000 USD gestiegen.

Die Technologie dahinter

Egal, was der Kurs ist, die Technologie hinter Bitcoin wird schon seit geraumer Zeit als die Zukunft der Finanzwirtschaft angesehen. Die Währung funktioniert mithilfe eines Blockchain-Systems, bei dem es sich im Wesentlichen um ein verschlüsseltes Journal handelt, das auf tausenden Computern weltweit gespeichert wird.

Dieses Journal ist offen und transparent und jede Person im Netzwerk kann darauf zugreifen. Das bedeutet aber nicht, dass die Daten ungeschützt sind, Transaktionsdetails werden mithilfe der Hash-Funktion verschlüsselt. Adrian Nish, der bei BAE Systems den Bereich Gefahrenaufklärung leitet, erläutert für die BBC: „Sie speichern keine Transaktionsdetails, nur die Tatsache, dass es passiert ist und den Transaktionshash.“

Diese Technologie könnte sich schon bald durchsetzen. Anfang 2016 wurde der britischen Regierung ein Bericht vorgelegt, der sich damit befasste, wie Blockchain private und öffentliche Dienste revolutionieren könnte. Im Juli desselben Jahres wurde ein Komitee gebildet, das die potenzielle Anwendung der Technologie diskutierte.

Die Zukunft von Bitcoin

Die Blockchain hinter Bitcoin bietet riesiges Potenzial, aber es gab Bedenken hinsichtlich bestimmter Elemente seit der erstmaligen Verwendung der Währung in 2009. Aktuell bedeutet das 1 MB Limit von Bitcoin, dass nur sieben Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden können. Es ist die Skalierung, die dazu geführt hat, dass Bitcoin gescheitert ist, so der führende Bitcoin-Entwickler Mike Hearn.

In einem Beitrag auf Medium erklärt er, dass eine neue Währung, die viele der gleichen Prinzipien wie Bitcoin nutzt, erfolgreich sein könnte. Es gibt zahlreiche Änderungen zwischen Bitcoin und dieser neuen Währung BitcoinXT, aber die wichtigste ist die achtmal größere Blockgröße.

Das könnte digitalen Währungen neuen Auftrieb geben, was in wirtschaftlich unsicheren Zeiten bedeutet, dass Bitcoin eine zweite Chance erhält.

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