Die 4 bedeutendsten Branding-Lektionen von Coca-Cola

Die 4 bedeutendsten Branding-Lektionen von Coca-Cola

Coca-Cola wurde nicht über Nacht zu einer globalen Marke und hat beim Marketing eine Reihe von Fehlern gemacht.

Aus dem Erfolg von Coca-Cola lassen sich trotzdem wichtige Erkenntnisse für Unternehmen ableiten, die eine solide und erfolgreiche Marke aufbauen wollen.

Unter den großen Marken mit einem fundierten Verständnis von Marketing ist Coca-Cola eine der besten. Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen erst vor 130 Jahren gegründet wurde, dann zeugt das von einem erfolgreichen Markenaufbau, von dem andere Unternehmen lernen können.

Das Marketing von Coca-Cola ist stets auffällig, aufregend und frisch und baut gleichzeitig auf den Kernwerten der Marke auf. So wird sichergestellt, dass die Verbraucher wissen, wenn es sich um eine Werbung oder Inhalte von Coca-Cola handelt. Coca-Colas Ansatz bei der Markenbildung garantiert, dass die Marke auch nach Jahrzehnten noch populär ist, selbst nach ein paar Fehlschlägen.

Unternehmen, die auf der Suche nach besten Branding-Praktiken sind, müssen sich nur an Coca-Cola orientieren und hier ist der Grund:

Kontinuität ist alles

Eine frische, auffällige Marketingkampagne ist für alle Unternehmen von entscheidender Bedeutung, kann aber den Bedarf nach Kontinuität beim Branding nicht aufheben. Kunden und Interessenten müssen wissen, dass das Marketing für ein Unternehmen ist und deshalb bestimmte Aspekte gleich bleiben oder zumindest sehr ähnlich bleiben müssen.

Wie Forbes erläutert, kann es eine Weile dauern, um im Bewusstsein des Kunden einen „bleibenden Eindruck“ zu hinterlassen. Wenn man also ständig den Branding-Ansatz ändert, kann das negative Folgen haben. Coca-Cola hat nicht nur ein ähnliches Schriftbild und seine Markenfarbe rot beibehalten, sondern alle Marketinginhalte zeigen fröhlich lächelnde Menschen und einfache Werbesprüche.

Die Marke baut auf der Idee „Mit Coca-Cola genießen“ auf und diese Botschaft wird immer wieder hervorgehoben, selbst wenn die Produktpalette verändert und an neue Trends angepasst wird.

Große Veränderungen können dramatische Folgen haben

Obwohl das Branding von Coca-Cola normalerweise überzeugend ist, wurden einige Fehler gemacht, aus denen man genauso gut lernen kann. 1985 kam New Coke auf den Markt, um den Marktanteil wieder auszubauen, und in diesem Zuge wurde die Produktion der klassischen Coke eingestellt. Ziel war es, die Relevanz von Produkt und Marke zu erhöhen, wie The Balance erklärt, aber diese Veränderung hatte nicht den erhofften Effekt.

Trotz einer großangelegten Marketingkampagne, die die neue Rezeptur anpries, zahlreichen Fokusgruppentests sowie Prominentenwerbung fand diese Neuorientierung eines klassischen Unternehmens keinen großen Anklang bei den Kunden. Die Reaktion war so heftig, dass Classic Coke bereits nach drei Monaten wieder zurück war – die Produktion von New Coke wurde 2002 eingestellt.

Allerdings zog Coca-Cola daraus seine Lehren, der Marketingfokus war von nun an hauptsächlich auf die Classic-Version gerichtet und die Marke basierte wieder auf dem populäreren Produkt und Image. Hier zeigt sich, dass selbst erhebliche finanzielle Mittel bei der Markenbildung nicht notwendigerweise zum Erfolg führen und dass es manchmal besser ist, die Verluste zu begrenzen und zu einem älteren Angebot bzw. Markenimage zurückzukehren.

Marke statt Produkt

Eine der erfolgreichsten Marketingstrategien von Coca-Cola ist der Fokus auf die Marke anstatt auf das Produkt. Coke wird beschrieben als etwas, das Familie und Freunde zusammenbringt, zum Teilen anregt und glücklich macht, nicht als Limonade.

Smartling hebt hervor, wie vorteilhaft dies für eine globale Marke ist, die Versionen ihrer Produkte verkauft und in vielen Ländern unterschiedliche Verpackungen verwendet. Anstelle eines komplizierten Marketingplans, der sich auf das Produkt konzentriert und sich schwer umsetzen ließe, verkauft Coca-Cola den Lebensstil, der eng mit der Marke in Verbindung gebracht wird. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Marke universell ist und in allen Kulturen und Sprachen verstanden wird.

Obwohl nicht alle Unternehmen weltweit aktiv sind, können sie von Coca-Cola trotzdem lernen, wie man eine Marke als Erlebnis anstatt als Produkt verkauft. Auf diese Weise wird eine übergreifende Geschäftsidee geschaffen und sichergestellt, dass ein Kernfokus für zukünftiges Marketing existiert, der an die Idee der Kontinuität anknüpft.

Relevant bleiben

Obwohl Kontinuität ein wichtiger Teil der Markenidentität von Coca-Cola ist, würde dies allein nicht ausreichen, um das Unternehmen mehr als 100 Jahre an der Spitze zu halten Coca-Cola baut noch immer auf die gleichen positiven Erlebnisse auf wie zu Beginn, bleibt aber trotzdem modern sowie zeitgemäß und nutzt die Populärkultur, um relevant zu bleiben.

Die Marke greift aber nicht einfach nur ein beliebtes Thema auf und repliziert es, sondern der Erfolg von Coca-Cola beruht darauf, dass sie einem Thema ihr eigenes Gepräge gibt und gleichzeitig die Idee fördert, dass es dabei um Teilen und Glück geht. Nicht nur das, das Unternehmen macht sich darüber hinaus die relevanten Trends der jeweiligen Länder, in denen es vertreten ist, zunutze und versteht, dass diese nicht unbedingt auf andere Kulturen übertragbar sind.

Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, den Finger am Puls der Zeit zu haben, wenn es um die Branche und allgemeine Entwicklungen geht, und welche zentrale Bedeutung dem datengestützten Branding zukommt. PR Daily weist darauf hin, dass Ihnen Daten – die durch soziales Zuhören und Analyse erhoben werden – mitteilen, was Ihre aktuellen oder potenziellen Kunden wollen. So können Sie eine Marke schaffen, die das widerspiegelt, aber gleichzeitig im Jetzt und Hier relevant ist.

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