Bedeutet Automatisierung das Ende für IT?

Bedeutet Automatisierung das Ende für IT?

Automatisierung übt Druck auf IT-Fachleute aus und bedeutet, dass diese relevant bleiben und sich wettbewerbsfähige Kenntnisse bewahren müssen.

Automatisierung wächst in den meisten Unternehmensbereichen, und Technologie ersetzt schnell bestimmte Arbeitsbereiche, die in der Vergangenheit von Menschen ausgeübt wurden. Für Unternehmen ist das eine gute Sache, denn es bedeutet niedrigere Kosten ohne Sorgen um Krankheitstage oder Pausen, durch die Menschen ausfallen.

Nirgendwo war das mehr der Fall als in der Tech-Branche. Durch so viele Entwicklungen und Innovationen in einer so kurzen Zeit übernahmen Computer mehr und mehr Bereiche des menschlichen Arbeitssektors.

Eine von Harvey Nash durchgeführte Untersuchung zeigt, dass fast die Hälfte (45 Prozent) der Technologie-Experten weltweit erwarten, dass ihr Job in den nächsten zehn Jahren automatisiert wird, während der Großteil (94 Prozent) der Ansicht sind, dass ihre Karrierechancen eingeschränkt sein werden, wenn sie keine neuen Technologiekenntnisse erwerben.

Ihre Sorgen sind durchaus begründet und Zahlen von Deloitte prognostizieren, dass etwa 16 Prozent der Stellen im öffentlichen Dienst im Vereinigten Königreich bis 2030 automatisiert sein könnten. Schlüsselfaktoren bei diesem Trend sind laut Analysten sowohl die Evolution als auch die Entwicklung von Technologie sowie Budgetbeschränkungen.

Basierend auf den Ergebnissen dieses Berichts riet Robert Grimsey, Direktor bei Harvey Nash, Technologie-Fachleuten, sich auf diejenigen Bereiche ihrer Rollen zu konzentrieren, die sich nicht automatisieren ließen, und diese weiter auszubauen.

Die Entwicklung von Fähigkeiten ist wichtig für Fachleute in allen Bereichen, aber für diejenigen, die sich darum sorgen, dass Technologie sie in der Zukunft möglicherweise ersetzt, ist es ein essentieller Bestandteil einer langfristigen Karriereplanung.

Es gibt viele Teile eines Jobs, die nicht von einer Maschine oder Software ausgeführt werden können. Ob in der Kommunikation oder beim Projektmanagement, Menschen sind ein wertvoller Teil von Unternehmen. Technologie-Fachleute müssen die Bereiche identifizieren, in denen sie einzigartig und nicht austauschbar sind und diese durch kontinuierliche Aus- und Weiterbildung („Continued professional development“ oder kurz CPD) pflegen.

Grimsey fügte jedoch hinzu, dass bestimmte Hürden dies im IT-Sektor erschweren.

„Das Thema Tech-Skills ist eine Herausforderung für den Sektor. Viele Arbeitgeber würden gerne jemanden einstellen, der die richtigen persönlichen Eigenschaften ohne die spezifischen technischen Fähigkeiten besitzt, und diese dann durch Training vermitteln,“  sagt Grimsey.

Offenbar erkennt eine große Anzahl an Menschen bereits die wachsende Gefahr der Automatisierung und verhält sich diesbezüglich proaktiv. Etwa 12 Prozent aller Technologie-Fachleute wünschen sich mehr Training und 27 Prozent sagen, dass der Erwerb einer neuen Qualifikation eine Priorität in ihrer Karriere sei.

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